BELLERMONT / UNTER STEIN

Text: Heinrich Schwazer

Inszenierung: Torsten Schilling

Musik: Lukas Abram, Nick Barbolini, Wilco Lensink

Choreografie: Martina Marini

Mit: Christina Khuen, Eva Kuen, Susan La Dez

Vorspiel: Oskar Schilling

Ausstellung: Peter Chiusole, Linda Wolfsgruber, Gino Alberti

Licht: by Oskar-Light

Assistenz Ausstellung: Sonja La Notte

Produktionsleitung: Kerstin Kahl

 

Die ganze Welt spricht von Klimaerwärmung. Georg Gasser hingegen war ein überzeugter Verfechter der zu Beginn des 20. Jahrhunderts weit verbreiteten These von einer bevorstehenden neuen Eiszeit. Als Rettungsinsel für die Menschheit betrachtete er die aus dem Meer wachsenden Korallenriffe, die einen neuen Kontinent bilden würden. Keine Rettung für die Menschheit hingegen sehen die zahllosen heutigen Endzeitjünger, die sich dem laut Maya-Kalender für den 21. Dezember 2012 angesetzten Weltuntergang in einer Mischung aus Paranoia und Angstlust willig hingeben. Gleichgültig, ob sich der Untergang über die Umwelt, die Finanzkrise oder die Politik Bahn bricht – alle Wege führen in die Apokalypse. Das Stück „Bellermont/Unter Stein“ kreuzt Gassers messianische Heils-erwartung mit der aktuellen Endzeitstimmung. Der Titel lehnt sich an ein Zitat von Georg Gasser an: „Begraben, verirrt, versenkt in Bergen von Steinen“.